Es liegt nicht immer nur am Geld
Jeder will einem weismachen, die schlechte Situation der deutschen Hochschulen ist am Geld festzumachen. Woran es aber wirklich liegt, kann man hier nachlesen. Die hier beschriebene Metalität Mentalität ist leider nur allzu verbreitet…
Der Dr. Frankenstein der PDF-Generierung
Da probier ich grad was in meinem selbstgebauten RSS-Aggregator aus (Diplomarbeit, yeah) und füge u.a. den CoolOSXApps -Feed hinzu. Und der weist mich prompt auf ein (anscheinend sehr cooles) Programm hin, das ich wohl in der nächsten Woche benötige: PDFLab. Das scheint genau das zu sein was ich brauche, um mein Photoshop-Titelblatt-PDF, das Aufgabenstellungs-PDF und das LaTeX-PDF zusammen mit anderem Klimbim zu einem Gesamt-Diplomarbeits-PDF zusammenzuschustern. Und ich hatte mich schon darauf eingestellt, Manpages für Kommandozeilen-Tools zu lesen…
Das Studium, das Studium…
Dominik Wagner hat ziemlich gut zusammengefasst, was er vom deutschen Informatikstudium hält. Dem Text kann ich 100% zustimmen (mit Ausnahme des Teils über seine Profs, die kenne ich nicht…), ich hab das als TU-Dresden-Medieninformatiker* genau so erlebt. So, jetzt muss ich aber mal weitermachen, damit ich demnächst auch sagen kann, ich habe mein Diplom ;-)
(*) Medieninformatiker = Informatiker – E-Technik + Gestaltung, also zu 80% das selbe wie ein Informatiker. Zumindest hier.
Kaufen? Selber machen!
“Seinen Doktor hat Beisheim ordentlich, nämlich gegen eine Spende, in den Wirren der Nachwendezeit von der Technischen Universität Dresden erworben – der dafür verantwortliche Dekan hat sich inzwischen wieder nach dem Westen abgesetzt.” (Quelle)
Sachen gibts… Ich jedenfalls muss ganz herkömmlich mein Diplom an der TU Dresden machen, was mich in letzter Zeit recht beschäftigt gehalten hat. Ausserdem war mein Mac kaputt, aber inzwischen hat der Steve aus Cupertino ne neue Festplatte übern Teich geschickt, und momentan spiele ich die Daten wieder drauf. Hoffentlich klappt alles.
Dann gibts hier wieder mehr zu lesen, versprochen.
Drucken mit Saxocom unter OSX
Ok, der Artikel wird nur eine kleine Minderheit hier interessieren, nämlich die (Medien-)Informatikstudenten an der TU Dresden, die einen Mac ihr Eigen nennen:
Man kann mit etwas Bastelei einen Drucker in OSX so einrichten, dass er das Gedruckte anstatt direkt zum Drucker per SSH auf einen Server hochschiebt, und dann druckt. Und das alles völlig transparent. In der Praxis bedeutet das: Von überall auf der Welt, wo mein Mac Internet hat, kann ich ein Dokument losschicken; wenn ich dann meine Chipkarte in einen der Kopierer an der Uni stecke, spuckt er die Dokumente aus. Schöne neue Welt :-)
Für alle, die das nachbauen wollen, gibt es hier eine kleine PDF-Anleitung.
Vorlesungsnachlese
Ich poste ja recht selten was, was mit der Uni zu tun hat, zum Ausgleich gibts hier ein Sammelposting:
- Der Tag der Fakultät ist schon eine Weile her, er war am 23. Mai. Vormittags gab es Workshops meist von externen Firmen gehalten und oft als Werbeplattform missbraucht. Nicht so der von IBM zu “Websphere Information Itegrator OmniFind”. Die Produkte heissen wirklich so, ich mag ja Namen wie “Spotlight” lieber… Sehr guter technischer Vortrag wie Suchmaschinen funktionieren, mit viel Ausblick auf “next generation technologies”, und gar nicht so IBM-spezifisch wie man denken mag.
Nachmittags gab es dann einen Vortrag zum L4 Microkernel, dem Großprojekt unserer Betriebssystemfraktion. Im wesentlichen geht es darum, dass der Betriebssystemkern wirklich nur das essentiellste macht, und daher klein und garantiert fehlerfrei (verifizierbar) ist, da er mit 20.000 Zeilen Code sehr übersichtlich bleibt. Alles andere (z.B. auch die Speicherverwaltung) findet im “User-Space” über dem Kernel statt, ein herkömmliches Betriebsystem wie Windows oder Linux kann ebenfalls dort ausgeführt werden. Auch mehrmals gleichzitig! Der Microkernel schafft dem Betriebssystem, das ja seinen eigenen Kernel mitbringt, eine vertraute Umgebung, das merkt gar nicht, dass da noch was drunter läuft… Das schöne dabei ist, dass kritische Funktionen wie sichere Daten-Übertragung neben dem Betriebssystem auf dem Microkernel laufen können und über einen Tunnel mit dem System kommunizieren. Aber sonst nichts mit dem (potentiell unsicheren) Betriebssystem zu tun haben, so dass sie garantiert sicher laufen. Schöne Sache, und meines Erachtens die Zukunft in Sachen Betriebssystemprogrammierung, und unsere Uni is da ganz weit vorn am Start :-)
Andrew Tanenbaum war als nächster dran, der große Betriebssystemguru, der die Standardwerke zum Thema Betriebssysteme und Rechnernetze geschrieben hat, und damit die besten Informatiker-Fachbücher, mit denen ich im Rahmen meines Studiums zu tun hatte. Er hat ausserdem Minix geschrieben, welches Linus Thorwalds zu seinem eigenen Nachbau (und inzwischen berühmten Wortgefechten) inspirierte. Der Vortag ging über Globe ein System zum verteilten Zugriff auf Objekte in einem globalen Datennetz, mit potentiell Milliarden von Nutzern die auf ein Objekt zugreifen. Wer sich mehr dafür interessiert, der kann auf der Website des Projektes mehr erfahren. Für viele praktische Probleme, die Globe lösen soll, gibt es jedoch bereits jetzt funktionierende Beispiele, die das selbe Problem lösen (eBay-Auktionen, etc..). Ich empfand den Vortrag leider nur als unter akademischen Aspekten interessant, allerdings gabt es hinterher jede Menge Freibier und Freisteaks, was wirklich den gesamten Abend reichte…- Stefan Lebelt ist auch Macuser, studiert mit mir, und hat auch ein Blog. Eines das er mit seinem eigenen, Kommandozeilen-CMS (!) pflegt. Er hat viiiiieeel mehr Details bei den Vorträgen mitgeschrieben.
Montag gab es dann einen Microsoft-Vortrag zu mobilen Endgeräten. Also hauptsächlich Windows CE, Windows Mobile und was es sonst noch so gibt. Ein Riesengeflecht aus vielen Windowsversionen, .net, Frameworks, Handys, Möchtegern-iPods, videospielenden Backsteinen und Marketing, Marketing, Marketing. It’s like a jungle sometimes, it makes me wonder what keeps Microsoft from going under. Das Ganze lief unter dem Label “The Spoke on Tour”, The Spoke ist Billys Blogging-Plattform (Kann ja nicht sein dass Google etwas macht, das MS nicht macht…). Weil das mit den coolen Bloggern bei MS aber nicht so richtig in die Gänge kommt, ist “The Spoke” dann zur Microsoft-Entwicklungs-Community geworden. Das Konzept kommt mir etwas schizophren vor, aber wenigstens zahlt es sich aus: Denn MS hat Mäuse verlost, und da die Teilnehmerzahl kleiner war als die Zahl der Mäuse habe ich jetzt eine kleine schnuckelige Notebookmaus. Mit Licht statt Ball und kurzem Kabel. Super Teil, Mäuse bauen können die.- Der nächste Vortrag (und dann hört dieses Posting endlich auf) ist einer, den ich leider nicht selbst besuchen kann, und er ist schon morgen. Jimmy Wales, der Mann der die Wikipedia erfand, und der er auch heute noch vorsteht spricht auf dem Wikipediatag in Dresden. Um 15 Uhr in unserer Fakultät. Es lohnt sich aber auch, den Rest des Wikipediatages zu erleben, unter anderem gibt es Vorträge von Martin und René.
Billboard Clouds
Billboard Clouds sind ein sehr neues Verfahren zur extremen Vereinfachung komplexer dreidimensionaler Objekte.
Hierbei wird ein Objekt anstatt durch sehr viele Polygone durch eine kleinere Menge von Ebenen repräsentiert; die Auswahl geeigneter Ebenen erfolgt automatisch.
Der Vortrag basiert auf einem Siggraph-Paper von Xavier Décoret, FreÃÅdo Durand, FrancÃßois Sillion und Julie Dorsey und wurde am 9.6.2004 gehalten.
Minisite des Vortrags öffnen
(Bildschirmauflösung von min. 1024×768 empfohlen)