30. November 2009

Grand Reopening

Hier ist schon viel zu lange nichts passiert. Dieses Blog wartete vergebens auf Wordpress-Updates und neue Posts, aber jetzt ist alles auf dem neuesten Stand, und es kann weitergehen. Irgendwann schreib ich nochmal was zum aktuellen Stand der Dinge, aber bis dahin muss ein kleiner Wiedereröffnungspost reichen.

Und was eignet sich dafür besser als ein Video, auf das ich schon sehr lange warte, nur bisher umsonst, denn anscheinend hat diese naheliegende Idee viel zu lange niemand aufgegriffen: Jemand hat endlich alle erdenklichen New-York-Wird-Zerstört-Szenen aus den vielen, vielen Filmen zusammengeschnitten. Und zwar – als Hommage an Allens großartige Titelsequenz von “Manhattan” (wo die Stadt ausnahmsweise heil bleibt) – unterlegt mit Gershwins “Rhapsody in Blue”. Also Licht aus und Vorhang auf für eine extrem gut geschnittene Copyrightverletzungsorgie, die bis hin zur Abspannmusik perfekt ist:

(gefunden bei Rene)

15. January 2008

Ask those coming back

Mein Album des Jahres…

Albumcover

.. existiert nicht. Ich habe es selber gemacht. Momentan geht ein “Stöckchen” um, das ich so gut finde, dass ich es mit wie Johnny geklaut habe. Das Stöckchen geht wie folgt:

Die Regeln:

6. February 2007

So here’s a war declaration. Now we need an army.

“The third alternative is to abolish DRMs entirely. Imagine a world where every online store sells DRM-free music encoded in open licensable formats. In such a world, any player can play music purchased from any store, and any store can sell music which is playable on all players. This is clearly the best alternative for consumers, and Apple would embrace it in a heartbeat.”

- Steve Jobs auf Apples Seite.

Dieser Artikel ist aus mehreren Gründen sehr interessant. Zuerst einmal ist er ein totaler Bruch mit allen bisherigen Kommunikationsstrategien von Apple. Von Verhandlungen oder Vertragsdetails tritt normalerweise noch weniger nach aussen als von unfertigen Produkten. Zudem belegt er, dass das Thema Apple wirklich am Herzen liegt, und ich denke, dass liegt nicht nur an Klagen wie beispielsweise der Norwegischen. Es geht sowieso schon lange das Grücht um, dass das DRM von Anfang an von Apple nur zögerlich angenommen und nur auf Druck der Musikindustrie durchgesetzt wurde – beim ersten iPod gab es noch kein DRM.

Dass dieses Memo an die Öffentlichkeit gerichtet ist zeigt, dass auch der größte Player mit dem Wunsch nach Veränderungen an den Betonköpfen der Musikindustrie scheitert, obwohl eine Zukunft mit dem bisherigen Modell nicht funktioniert. CD-Verkäufe werden abnehmen, Downloads werden zunehmen. Das ist ein Fakt, gegen den kein Jammern und kein Gesetz hilft. Niemand kann gezwungen werden CDs zu kaufen, die er nicht braucht, weil sie nach dem einlesen in den Rechner nur noch Staubfänger sind. Die einzige Frage, die bleibt, ist die, ob die Downloads legal oder illegal sind. Und mit DRM wird der durchschnittliche Anteil gekaufter Musik auf einem iPod nicht über 3% herauskommen.

Ich für meinen Teil würde viel mehr Online-Musik kaufen, wenn ich das Gefühl hätte, dass sie wirklich mein ist. Dass ich nicht an Limits stoße, wie ich sie benutzen kann. Dass mir das Nutzungsrecht niemand mehr wegnehmen kann. Und das geht nur ohne DRM.

Jobs’ Appell an die Öffentlichkeit ist sicher nicht ohne Selbstzweck. Aber er ist im besten Interesse von uns allen. Denn mittelfristig bremst DRM die Musiindustrie, den Musikkonsum und damit auch Apple. Selbst Bill Gates emfiehlt neuerdings, CDs zu rippen um DRM-Beschränungen zu entgehen. Es gab Gedankenspiele und Versuche zum Verkauf ungeschützter Musik auch bei großen Playern bereits mehrfach, unter anderem von Yahoo – leider ohne die erhoffte Wirkung zu zeigen. Hoffen wir, dass es mit der Hilfe von Apple und deren eindeutiger Positionierung im Anti-DRM-Lager endlich klappt.

9. October 2006

We are Scientists

Wir unterbrechen das laufende Programm für einen kleinen hCalendar Testeintrag:

Am 20. November spielen We are Scientists im Starclub, Dresden.

Unabhängig vom Dasein dieses Eintrages als Testeintrag ist dieses Konzert extrem zu empfehlen. Wer’s noch nicht kennt: Nobody Move anhören. Ausserdem erfüllt das Albumcover die für Blogposts vorgeschriebene Mindestmenge an Katzencontent. Rock on!

24. August 2006

My music collection is full of “The”-Bands

Wer wieder will, dass bei iTunes “The Beatles” unter “B” einsortiert werden, der kann die deutsche Lokalisierung nach dieser Anleitung anpassen. Der iPod sortiert dann auch wieder richtig.

(Hinweis an die iTunes-Übersetzer: Korrigiert diesen Fehler bitte mal. Danke.)

28. January 2006

Daniel Johnston

Daniel Johnston kann nicht gut singen. Er beherrscht auch kein Instrument besonders virtuos, aber es reicht. Es reicht um die Songs, die er in seinem Kopf hat, heraus in die Welt bzw. in einen alten Kassettenrecorder zu bringen, und bei seinen Freunden zu verteilen. Johnston ist manisch-depressiv, seine Songs sind voller Schmerz und Schönheit sie sind einfach, eingänglich und echt. Als er 19 war, wollte er gerne bei den Beatles spielen, stattdessen landete er in Austin, Texas, wo er begann seine Musik im örtlichen Plattenladen zu verkaufen. Und seine Tapes gehen herum: Wer seine eingängigen, verschrobenen, und genial getexteten Songs hört, den lassen sie nicht mehr los. Die Kassetten werden weitergereicht, erreichen gar MTV, die eine Reportage über ihn drehen, und mit dieser Reportage kam der Erfolg.

Doch Genie und Wahnsinn liegen wie so oft eng beisammen, und bei Daniel Johnston vielleicht enger als bei vielen anderen: Der plötzliche Erfolgsdruck trieb ihn weiter in die Depression, bis Atlantic Records, bei denen er in der Zwischenzeit unter Vertrag war, die Zusammenarbeit aufkündigte, und der sonst extrem produktive Musiker sieben Jahre kein Album mehr herausbringen konnte.

Zahlreiche einflussreiche Musiker zählen zu seinen Fans (Kurt Cobain trug beispielsweise bei den MTV-Awards 1992 sein T-Shirt), die Liste der Bands, die seine Musik covern ist lang: Beck, Wilco, Sonic Youth, Yo La Tengo, Nina Persson von den Cardigans, Zwan und Pearl Jam spielen seine Kompositionen, David Bowie verschafft ihm Festivalauftritte.

Ich habe ihn vor einigen Jahren bei einem seiner seltenen Konzerte erleben dürfen, denn den sehr von seiner Krankheit gezeichneten Mann verschlug es ausgerechnet in den halbvollen Dresdner Starclub. Es war ein seltsamer Auftritt, wie ich ihn noch nie erlebt habe: Der in sich gekehrte Daniel Johnston saß vor seinen Instrumenten und spielte in einer fast autistischen Weise seine Musik – für sich. Nicht für das Publikum; wir standen da und durften ihn fasziniert dabei beobachten. Man fühlte sich dabei ein bisschen unwohl, da man das Gefühl hatte, etwas zu beobachten, das zwar schön, aber irgendwie nicht für die Beobachtung vorgesehen war, und schwankte zwischen Mitleid und Bewunderung. “Most songwriters would have given anything to have written one song as good as any Daniel Johnston tune, and he has hundreds” sagte Dean Ween von derBand “Ween” (“Buenas tardes, amigos”).

Jetzt gibt es einen Kinofilm über Daniel Jonston, hier ist der Trailer. Ich hoffe er kann mit dem damit verbundenen Ruhm umgehen, verdient hat er ihn.

3. July 2005

Endlich mal wieder ein gutes Interview

… mit Marek Lieberberg bei der Süddeutschen. Lesebefehl!

via IT&W

3. July 2005

Innovative neue Musik bei Live8

AOL hat nicht zu viel versprochen, wenn sie ankündigten, dass man über das Internet nichts von Live8 verpasst, und alle 9 Konzerte gleichzeitig sehen kann. Und wirklich innovative Musik hatten sie auch. Aber seht selbst:

Hier klicken für Video

Wie man sieht, eröffnet Windows Media wirklich ganz andere Möglichkeiten bei der Internet-Videoübertragung, die sogar Quicktimes H.264 an seine Grenzen bringen…

2. July 2005

Live8 live vorm Fernseher gebloggt

Ich schaus nur nebenbei und blogge zwischendurch mit. Der Artikel wird also ab und zu aktualisiert.

29. June 2005

Ein Wunder! Ein Wunder!

iTunes 4.9 ist ein gar wundersames Stück Software. Nicht nur dass Telefone erscheinen. Nein es kommt noch besser:

iTunes 4.9 spielt Tracks ohne Pause zwischendrin ab!

Endlich, endlich, endlich gibt es in meinem 10 Jahre alten CD-Player kein Feature mehr, das iTunes nicht hat. Ich hätte nicht mehr für möglich gehalten, dass Apple dieses Feature, das eigentlich in Version 1.0 gehört hätte, noch hinbekommt.