23. February 2008

Brits in Space

Wer noch eines Beweises bedarf, dass die Briten, nunja, manchmal etwas seltsam sind, aber ganz ganz großartiges Fernsehen machen, dem sei dieser Ausschnitt aus «Top Gear» wärmstens ans Herz gelegt :-) Ich möchte nicht zu viel verraten, man muss es sehen, um es zu glauben…

(DivX Codec wird benötigt)

26. January 2008

Das Fernsehen ist tot

Das ist jetzt nichts Neues. Aber selten wurde es so treffend formuliert, wie von Oliver Kalkofe bei seiner Keynote der Münchner Medientage.

Was er da hält ist keine Keynote, es kommt einer Hinrichtung in Tateinheit mit einer Grabrede gleich. Für alle Zuschauer und speziell für alle, die auch nur entfernt mit dem Machen von Fernsehen zu tun haben: Unbedingt anhören. Und keine Angst vor der Länge: Alles, was nach der ersten halben Stunde kommt, ist eine todlangweilige Paneldiskussion, in der die Programmverantwortlichen versuchen, die durch sie verursachte traurige Realität wieder rosarot einzufärben. Was nur mäßig gelingt, wie jeder leicht feststellen kann, der in der Lage ist, Hirn und Glotze gleichzeitig einzuschalten.

8. January 2008

Die Ermordung des Jesse James

Ich schreibe nicht of Filmkritiken an dieser Stelle. Meistens ist zu einem Film vermeintlich alles gesagt, in der Regel besser als ich das hier könnte. Meistens finden die Filme, die es sich zu sehen lohnt, ob Mainstream oder nicht, genug Aufmerksamkeit in ihren Zielgruppen. Meistens ist jeder, den es interessiert, ausreichend darüber ainformiert, ob es sich lohnt einen Film zu sehen – oder auch nicht. Echte Perlen werden selten übersehen.

Die Ermordung von Jesse James durch den Feigling Robert Ford hat dennoch kaum jemanden ins Kino gelockt. Ich habe praktisch nichts davon mitbekommen, dass es diesen Film gibt, und sass so folgerichtig auch in einem praktisch leeren Kino. Und wurde von dem besten Film überrascht, den ich aus dem letzten Jahr gesehen habe.

Zuerst einmal klngt alles ein wenig abschreckend. Der Titel ist lang und sperrig. Es ist ein Western. Er ist lang. Zwei Stunden, 40 Minuten. Es passiert praktisch nichts. Brad Pitt und Casey Affleck spielen mit.

Was sich dann aber auf der Leinwand ausbreitet, ist zwar wirklich lang, aber man möchte keine Minute missen. Es ist einer dieser Filme, in denem man vergisst, dass um einen herum ein Kino ist. Größtenteils liegt das an der grandiosen Kameraarbeit von Roger Deakins, der sich schon für die Kamera in den Coen-Brothers-Filmen und vielen anderen verantwortlich zeichnet. Hier übertrifft er selbst eigene Meisterwerke wie “The man who wasn’t there” oder “die Verurteilten”. Die westerntypisch grandiosen Kulissen werden beeindruckend ins Szene gesetzt und der Film spielt ständig mit alten, unscharfen Weitwinkel-Linsen und dem Blick durch unebene Glasfenster. Die Szene des Zugüberfalls am Anfang ist von atemberaubender Schönheit. Und das muss man bei einem Zugüberfall erst einmal schaffen.

Die schauspielerische Leistung steht dem in nichts nach. Brad Pitt verkörpert den Jesse James wortkarg und präzise, auch Robert Ford ist sehr gut besetzt; überhaupt schafft es jeder, seiner Figur enorme Tiefe zu geben. Für einen Film, der aus den Bildern und der Charakterentwicklung lebt, und zudem noch mit sehr wenig aber sehr gutem Dialog auskommt, ist eine perfekte Besetzung essentiell, und dieser Film hat das Glück, eine zu haben.

Jetzt hab ich aber genug geschwärmt. “Die Ermordung des Jesse James”, ist sicher nichts für Leute, die sich im Kno schnell langweilen. Wer jedoch einen Film sucht, dessen Kraft in der Ruhe liegt, und der von beidem sehr viel entwickelt, der sollte ins Kino gehen, solange er noch läuft. Oder auf die DVD warten und auf einem großen Fernseher gucken. Oder darauf warten, dass der Film wieder n die Kinos kommt, sobald er mit den Oscars belohnt wird, die er verdient.

20. October 2007

Jürgen Bauer, der Agent aus der WG

Es gibt scheinbar ein eigenes Genre auf Youtube, das aus Filmen und Serien besteht, die auf schwäbisch synchronisiert werden.

Tag 1

Tag 2

Tag 3

Tag 4

Tag 5

29. September 2007

Light, Camera, Action!

You don’t need more than a few flashlights, a digital camera (the ones for photos, not the ones for videos), a few people and a lot of ideas and talent:

The folks at Pika Pika have made a whole short film out of that, which is really worth watching…

11. August 2007

Schuhverkäufer in Zeiten des Internets

Wie baut man Schuhe? Man nimmt eine Sohle und sorgt dann dafür, dass die Sohle am Fuss bleibt und meist auch dafür, dass der Fuss nicht nass wird. Wie verkauft man Schuhe? Man verwendet die unterschiedlichsten Materialien, bringt sie in die unterschiedlichsten Formen, und macht die Schuhe bunt. Wie bewirbt man bunte Schuhe?

Indem man sie nicht zeigt.

Adidas beauftragte im Jahr 2006 (ja, is schon was älter…) sieben Regisseure damit zu den in der Schuhserie “Adicolor” enthaltenen Farben einen Spot zu drehen. Der Inhalt war egal, nur die Farbe, um die es ging war vorgegeben. Die Länge war auch variabel – die Regisseure genossen also totale künstlerische Freiheit. Verbreitet wurden die Filme über das Internet, auf Domains, die mit den Farben korrespondierten, wie http://www.r255g255b255.net/ für die Farbe Weiß. Es gib einen Podcast und es gibt Portraits der Künstler.

Im Matblog gibt’s mehr Informationen.

Pink

Blue

Black

Red

White

Green

Yellow

7. July 2007

Grüne Gnome

Und zwischen lauter langen Artikeln hier einmal ein kurzer Tipp: Der Spiegel hat einen schönen Artikel zu “Gewinnspiel”-sendern und Initiativen, die dagegen vorzugehen versuchen. Die Website der Grünen Gnome hat den Ansturm leider nicht verkraftet, ist aber sicher einen späteren Besuch wert. Achja: Warum gibt es noch einmal Landesmedienanstalten, und was ist ihre Aufgabe?