22. January 2008

Licht am Anfang des Tunnels?

Liebe Dresdner,

Es sieht so aus, als gäbe es doch noch eine Möglichkeit, die Waldschlösschenbrücke zu stoppen:

Bitte unterschreibt beim Bürgerbegehren für eine Tunnelalternative! Wenn mehr als 20.000 Unterschriften besorgter Dresdnerinnen und Dresdner zusammenkommen, erwägt der Stadtrat einen Stopp der Bauarbeiten bzw. eine Beschränkung auf Bauarbeiten, die einem Tunnel nicht im Wege stehen. Ab Ende Februar ist die Stadt nicht mehr an das Bürgerbegehren gebunden, das an dieser Stelle eine Brücke vorschrieb und Alternativen – selbst im Design – ausschloss.

Der Tunnel ist verglichen mit den Kosten der Brücke nicht mal viel teuerer – Die Mehrkosten sollte der Erhalt dieses einmaligen Stückes Landschaft durchaus wert sein.

(Die Unterschriftenlisten kann man hier ausdrucken. Später heute folgt sogar noch ein Link auf jemanden, der euch gerne mit der Liste besucht!)

Update: Hier ist endlich der Link: Ullrich erklärt die ganze Situation ein bisschen besser und besucht euch auch gerne mit der Liste. Jetzt gibt es wirklich keine Ausreden mehr ;-)

4. January 2008

Of Codices and Codacs

When I studied in Dresden, my “second home” became the newly built library, where apart from the buildings great architecture I could enjoy a tidy desk to work on, free wifi for distraction reseach , a nice cafeteria and countless hours in the sun on the roof of that building, chatting with friends.

But hardly known even to some of the library’s most regular visitors is what lies one storie above the cafeteria, in a special room belonging to the otherwise moderately interesting museum: In the so-called “treasure room” one can find a lot of interesting stuff, among it a 4100 year old stone with writings of the sumerians, handwritten notes by Bach, Schumann or Mahler, a book with sketches on human proportions by Albrecht Dürer or the biggest Manuscript by Martin Luther except for his translation of the Bible. There are some ancient globes and maps, too. But the most interesting and most valuable exposit is an ancient “Book” by the Maya.

This book, known as the Dresden Codex is the best preserved mayan handwriting of only three written documents known today, that still exist of this former cultural empire. It is full of strange symbols, heads and pictures, of which many parts have not yet been decrypted. The Dresden Codex is the only one that is publicly shown, and if you happen to be at the university’s campus you should pay a visit. Normally the treasure room is locked, but if you ask the people at the counter on the entrance two stories down, they open it for you. (there are Cameras, though.)

The funny thing ist, that this is almost unknown in Dresden, and is just a footnote in the extremely big list of cultural sights this city has to offer. Outside of Dresden, and – not surprisingly – in South America, there seems to be a much higher awareness of the treasure that this room holds.

Which brings me to the second thing I wanted to write about, which I discovered today, and which I have yet to fully read: It is a web-comic called Dresden Codak. It is no coincidence that the Comic is named that way, since its name directly derives from the mayan paper in my university’s library.

The comic belongs to the better ones of its kind, and while the storyline did not yet get me, it is in an artistic and stylistic sense very well done. The author, Aaron Diaz, obviously knows his medium very well and plays with the panels and their layout in a very experimental and yet very convincing way. And its style of drawing also looks a lot like it’s been inspired by its 700 year old predecessor…

9. August 2007

Danke, kleine Hufeisennase

Jetzt wo ein kleines Flattervieh die große Brücke aufhält: Warum gibt es nicht endlich eine neue Bürgerbefragung, bei der rechtsgültig der leidige Brückenbeschluss durch einen Tunnel ersetzt wird?

13. March 2007

Scheisse, die bauen die Brücke

Die Dresdner finden wohl hoffentlich noch einen Weg, das hier irgendwie zu verhindern? Oder? Bittebitte ;-)

12. December 2006

Home is where your Stollen is

Aus lauter Lokalpatriotismus hab ich mir heute nen Dresdner Stollen gekauft. Zwar den Dr.-Quendt-Kommerzstollen, den in Dresden keiner kauft, weil man da ja richtige Stollenbäckereien vor der Tür hat. Aber im “befreundeten Ausland” habt man halt nur die Wahl zwischen dem teuren Dresdner und dem trockenen Einheimischen. Ich glaub nächstes Jahr gehör ich dann auch zu denen, die das Zeug per Post bestellen oder sich mitbringen (lassen).

Und weil es so schön zum Thema “Dresden” passt, und ich es schon immer mal loswerden will: Tour Dresden ist eines der besten Beispiele, warum es Weblogs geben muss: Informativ, sehr gut und mit viel Liebe zum Detail geschrieben beschreibt es das Treiben der Dresdner Architekturszene. Ohne in Glaubenskämpfe und Grabenkriege abzuschweifen, was bei dem Thema ein Wunder ist. Denn Dresden ist ungefähr so etwas wie der Nahe Osten der Architektur.

24. August 2006

Dresdner Kulturupdate

“Die neue Brücke dagegen würde alles andere niederklotzen. Sie wäre, sollte sie wie geplant ausgeführt werden, ein Denkmal für die Dummheit.”

Mehr beim Spiegel

(Ich werde übrigens am Sonntag beim Festumzug bei den Inlineskatern mitlaufen, die das Nachtskaten repräsentieren. Falls jemand der das hier liest den Umzug sieht, kann er ja mal hallo sagen ;-) )

27. July 2006

2. Dresdner Webmontag

Am kommenden Montag, dem 31. Juli findet der Dresdner Webmontag zum zweiten mal statt. Die erste Ausgabe war klasse, und es haben sich einige interessante Kontakte und sogar Projekte ergeben. Wer also an den Dingen interessiert ist, die rund um das Buzzword “Web 2.0” anzusiedeln sind und am Montag in der Nähe von Dresden weilt, der ist herzlich eingeladen!

4. April 2006

Die seltsamen Wanderungen des Ortes Gohlis

Ich komm zur Zeit nicht dazu, die Nachrichten besonders gut zu verfolgen, aber die verwirrende Verortung des Dorfes “Gohlis” ist mir schon mehrmals aufgefallen. Je nach Nachrichtenquelle liegt es ständig woanders. Haben wir die Elbe unterschätzt? Treibt sie jetzt ganze Dörfer vor sich her, und dürfen wir erwarten, dass Gohlis nachdem es in Dresden, zwischendurch bei Meißen, und dann bei Riesa liegt, am Ende an der Elbmündung im Wattenmeer wieder auftaucht?

Die Antwort ist ganz einfach, und ein kurzer Blick in die Wikipedia zeigt es: Es gibt vier Gohlis. Mit dem Dresdner und dem bei Riesa sind zwei vom Hochwasser betroffen, das Gohlis bei Meissen ist meines Wissens trocken. Das Leipziger Gohlis sowieso, denn das ist in Leipzig.

Wie man sieht, bekommt es der ach so toll recherchierende Spiegel trotz dicker, fetter Schrift im Bild auch nicht hin.

1. April 2006

Das ist ja widerlich!

Gefunden bei Hallo Pizza in Dresden, Schäferstraße. (kein Aprilscherz, die gibt’s da ganzjährig)

31. March 2006

Flut im Tal der Ahnungslosen

Sunken CityAuf dem Weg von der Fakultät zur Uni-Mensa hab ich trotz Diplomarbeitsstress mal ne halbe Stunde Umweg eingeplant, um für alle besorgen und neugierigen Nicht-Dresdner mal dokumentieren zu können, bis wo uns das Wasser so steht. Ich krieg davon nämlich zur Zeit noch weniger mit als ihr :-)

Es scheint bei 7,50 Metern zu bleiben, wie man hier nachlesen kann (auf “Aktuelle Messwerte” und dann auf “Wasserstände” klicken). Das ist fast 2 Meter unter der Flut von 2002, wie man auf diesem Bild gut erkennen kann. Ausser der Uferstraße, den Schiffsanlegern und dem Johannstädter Biergarten ist in der Innenstadt nicht viel überschwemmt, die Elbe hat ein sehr breites Bett. Und die Filmnächte sind ja (leider..) auch noch ein paar Monate weg.

Wie es in anderen Teilen Dresdens aussieht, kann ich nicht sagen, aber ich wusste bis heute ja auch nicht, dass wir nen Stadtteil names Gohlis haben, denn da evakuieren sie grad ein Altenheim mit etwas zu viel Elbblick… Trotzdem: Die Lage ist in vielen Gegenden durchaus ziemlich ernst, aber zumindest in Dresden ist die Gesamtsituation nicht mit der zurückliegenden Jahrhundertflut zu vergleichen. Die katastrophalen Folgen für Dresden hatte das 2002er Hochwasser auch nicht nur wegen der Elbe, sondern vor allem wegen der Weißeritz. Auf deren Konto gingen ein Großteil der Verwüstungen in der Innenstadt, der auch Teile von Dresden zum Opfer fielen (u.a. mein Studentenwohnheim), die Kilometerweit von Elbe und Weißeritz entfernt waren. Und derzeit ist es wirklich “nur” die Elbe, die über die Ufer tritt.