1. April 2006

Sports Utility Advertising

Yeah, Amerika. Die Polkappen schmelzen, die Hurrikanes versenken New Orleans und ihr baut immer noch riesige SUVs, in denen einzelne Leute zum Briefkasten fahren.

Gut, dass sich die verzerrte Realitätswahrnehmung nicht nur im Spritverbrauch der Autos zeigt, sondern auch in den Kampangnen der Werbeprofis. Da haben wir wenigstens was zu lachen. Chevrolet erlaubt jedem Internetnutzer eigene Werbespots für den neuesten SUV zu bauen, sie liefern die Bilder und hosten das Ganze, und die User liefern den Text. Kann ja nix schiefgehen, oder?

Oder?

(Am besten möglichst jetzt anschauen, denn lange gibt’s die wohl nicht mehr zu sehen)

via supr.c.ilio.us

22. September 2005

Gregory Crewdson in Hannover

Gregory Crewdson fotografiert besser, als die meisten seiner Zeitgenossen malen. Seine Fotos sind fast surreale Momentaufnahmen der Schattenseiten Amerikas, bis ins winzigste Detail choreografiert, und extrem aufwendig realisiert. Laut einem Fernsehbericht, den ich gestern über ihn gesehen habe, sind bis zu 150 Techniker und Beleuchter mit einem einzigen Foto beschäftigt.

Und man sieht es dem Ergebnis an. Über allen Bildern liegt eine bedrückende Stimmung, und sie strahlen eine Dramatik aus, der man sich nur schwer entziehen kann. Wie Edward Hopper (ein anderer Lieblingsmaler von mir), gelingt es Crewson seinen Bildern eine eine fast filmische Athmosphäre zu verleihen.

Falls jemand das hier liest, der demnächst in die Nähe Hannovers kommt: Dort gibt es bis zum 31.10. eine große Ausstellung des Künstlers – weitere Termine hier. Wer es nicht schafft, muss (so wie ich) mit seinen Werken im Internet vorlieb nehmen:

10. August 2005

Ein Viertel Quadratzentimeter Ruhm

Heute hat endlich das Haus des Buches angerufen: das Buch Antifolk – von Beck bis Adam Green von Martin Büsser ist da. Warum ich darauf so gespannt war? Weil ich da drin bin. In bester “Wo-ist-Walter”-Manier im Hintergrund auf einem Gruppenfoto. Und das kam so:

In New York war ich auf der “Antihootenanny with Lach” im Sidewalk Café, einer sehr netten regelmäßigen Veranstaltung wo alle, die irgendwie mit der “Antifolk”Szene zu tun haben sich treffen und Musik machen. Aber irgendwie nur die, und als Nichtmusiker ist man da eher in der Minderheit. Ausserdem waren die echt erstaunt, dass ich mich dran erinnern konnte mal im fernen Germany was von der Veranstaltung gelesen zu haben, und dass es mich deswegen da hin verschlagen hat, als ich die Veranstaltung im “Time Out” Magazine entdeckte. Und ständig wann man denn dran is mit auftreten und muss mit “gar nicht, bin Publikum” antworten, was wohl nich soo oft vorkommt.

Da hiess es also mittendrin, dass alle die wollen mal rauskommen sollten, für ein Foto für ein deutsches Buch über Antifolk. Und ich als einziger Deutscher musste natürlich auch irgendwie rauf. So unglamourös können 1/4 Quadratzentimeter Ruhm sein :)

4. July 2005

Siebenviertel beschreibt New York

New York ist wirklich so, ich habs selbst erlebt. Ich könnnte es aber nicht so treffend beschreiben wie der Mann (die Frau?) hinter Siebenviertel, also bitte alle hier lesen.

Und er (sie?) macht fantastische Fotos. Ich glaub ich brauch auch mal ne Spiegelreflexkamera. Hm.