1. September 2008

Googles Betriebssystem ist ein Browser

Als das Web – und damit der Browser – entworfen wurden, war es eine Ansammlung von verbundenen Rechnern, auf denen Dokumente lagen. Der Browser springt von Dokument zu Dokument und zeigt diese an. Daran hat sich eigentlich bis heute nichts geändert.

Und doch – die “Dokumente” sind heute keine statischen Seiten mehr, sondern komplexe dynamische Applikationen. Der Browser, der von Dokument zu Dokument springt muss plötzlich sehr viel mehr tun als das: Er führt mittels Javascript komplexe Programme aus. Er verwaltet die Ressourcen des Rechners und bietet eine Umgebung, in der all diese Applikationen gemeinsam existieren. Kurz: er macht vieles, wofür ja eigentlich das Betriebssystem zuständig ist – und er macht es ziemlich schlecht. Denn sobald eine Applikation abstürzt, reisst sie den Browser und alle anderen Webapplikationen mit sich. Er verwaltet den Speicher ineffizient. Er ist langsam. Diese und viele andere Dinge würde man einem Betriebssystem kaum verzeihen, warum also dem Browser?

Lange wurde vermutet, Google baut ein “Betriebssystem”, um sich dieses Problems anzunehmen und um sich aus der Abhängigkeit von existierenden Plattformen zu lösen. Goole baut aber stattdessen einen Browser, der sich dieser Mängel annimmt, und der für seine Aufgabe als “Plattform für Webapplikationen” optimiert ist. Das Projekt, das heute an die Öffentlichkeit kam, heisst “Chrome”, und ist, wenn es seine Versprechungen erfüllt, ein ziemlich großer Wurf.

Wie das Ganze gedacht ist, und wie es technisch funktioniert erklärt Comic-Veteran Scott McCloud (!) für Google in einem der besten technischen Dokumente, die ich bisher gelesen habe. Jedem der ein wenig technisches Verständnis hat, sei die Lektüre wärmstens ans Herz gelegt, und wenn auch nur, um ein seltenes Beispiel genialer Technikerklärung zu sehen.

Morgen kann man “Chrome” dann ausprobieren, sagen Gerüchte. Ich bin gespannt.

2. September 2008 16:55 | Ullrich

ob ich google chrome überhaupt brauche… für das bisschen failblog.org und poetsch.org …. da komm ich sicher auch so gut zurecht ;)

btw: Gernot, check mal die Tab-Focus order der Eingabefelder bei deinen kommentaren… :)

10. November 2008 21:40 | Anh Tu

Servus Gernot! Schon lange nix mehr gepostet? Hast wohl viel zu tun, was? Ich schließ mich meinem Vorkommentierer an, irgendetwas stimmt mit dem tab fokus order nicht.. :)

Ciao, Anh Tu

12. November 2008 13:43 | Gernot

Ich hab mein Wordpress endlich mal upgegraded. Und dabei das Mit der Tab-Order korrigiert. Danke für den Hinweis, sowas sieht man ja nicht, wenn man selbst immer eingeloggt ist…

Neue Posts kommen noch, keine Sorge :-)

1. April 2009 00:07 | Stefan

Google`s Chrome braucht man tatsächlich nicht. Es gibt mittlerweile mehr als genug Alternativen, und jeder hat die freie Wahl.

Google hat aber auch ein Betriebssystem gebaut, allerdings nicht für Computer, sondern für Handys. So abwägig war diese Theorie also gar nicht. Aber so einen Kommentar kann man im Nachhinein immer abgeben, wenn man weiß wie alles gelaufen ist. ;)

Wenn sich auch im Internet viel getan hat, aber eines ist geblieben. Das Internet ist immer noch nur ein Verbund von Computern, auf dem Dateien liegen, welche der Browser interpretiert.

The particular frock coating is really a suited, longsleeved topcoat by using a middle vent out within the back again, and many characteristics strange through postVictorian attire.

1. August 2014 05:13 | victoria secret's uk

Googles Betriebssystem ist ein Browser | poetsch.org

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